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Rück- und Ausblick zu meiner Arbeit |
Vor 40 Jahren, als
ich mit meiner psychotherapeutischen Ausbildung
begann, war die Zerrissenheit und Unversöhnlichkeit
zwischen den Schulen der alten Weisheit und der noch
jungen Wissenschaft der Psychologie und Therapie
groß. Heute sind die harten Grenzen, auch für
therapeutische Schulen untereinander, fließend
geworden.
Ich war damals einer der ersten, der das
Familienstellen in Österreich wagte (1982). In der
Folge entwickelte ich vertikale Aufstellungen
entlang der „ES-ICH-SELBST- Achse“, welche vom
Kindhaften, zum Erwachsenwerden, zum hohen Wesen
führten und archetypische Aufstellungen (Ur-oder
Sinnbildaufstellungen), welche die Spaltungen der
getrennten und trennenden Gottesbilder überwinden
half.
In der Tiefenprozessarbeit erlangte ich
großes praktisches Wissen und Können aus meiner
eigenen primärtherapeutischen Erfahrung (nach
Janov) und neueste Erkenntnisse aus der Schule
der Neofreudianer, sowie der Hirnforschung.
Ich fand Möglichkeiten, frühe Verschmelzungen und
Spaltungen in der Kinderseele durch das Stellen
innerer Anteile, zu erkennen und zu lösen. Meine
Aufstellungen wurden tief und universell. Durch Jean
Gebser erkannte ich, dass da nicht nur drei
oder vier Generationen stehen, sondern Jahrtausende
gemeinsamer Leistungen unserer Kultur. Das
Aufstellen wurde nun archaisch, magisch, mythisch,
rational und integral gesehen. Ich konnte den
persönlichen Entwicklungsweg mit dem kollektiven
verbinden und mich entlang der Zeitachse vor und
zurück bewegen. Ken Wilber differenzierte die
„integrale Bewusstseinsmutation“ Gebsers weiter und
bereicherte meine Arbeit sehr.
Sri Aurobindo hatte schon 1910 den Zugang zur
Transformation der Körperzellen gefunden. Er nannte
es die „Herabkunft des Supramentalen“ in den Körper.
Meine jahrzehntelange Auseinandersetzung damit,
machte nun den Weg frei für die
„Supramentale Aufstellung“, welche die
Bewusstseinsevolution der Menschheit repräsentiert.
Das höchste Bewusstsein kommt in Kontakt mit dem
kollektiven Trauma der Evolution in den Zellen
unseres Körpers und beginnt, diese zu verwandeln.
Das war das Bindeglied (missing link) zwischen der
voreinander fliehenden Höhe und Tiefe. Die
supramentale Aufstellung wurde zum „Mandala der
Transformation“. Sie ist der allgemeine Zugang
in den Körper.
A. H. Almaas, aus der Sufitradition kommend,
führt in seiner „Essenzarbeit“ die neofreudianische
Schule weiter, welche die frühe Ichbildung vom
Minderwert, mit seiner coabhängigen Kompensation,
zum Selbstwert erforschte. Der Weg vom Mangel an
Wert, vom „Gefühl“ der Leere, zur absoluten Leere,
dem Abgrund Gottes, war nicht mehr weit (Nadelöhr).
Wer die „negative Verschmelzung“ mit den
frühkindlichen Zurückweisungen besteht und die Leere
nimmer von außen füllt, wird selber zur Quelle
der einst verlorenen Essenz.
Bert Hellinger entwickelte im hohen Alter das
„neue Familienstellen“, die „Bewegung der Seele“
(persönlich) und die „Bewegung des Geistes“
(a- u. allpersönlich).
Diese langsamen, aus dem Schweigen und der Tiefe des
Körpers kommenden neuen Bewegungen sind
wahrscheinlich ebenfalls ein Ausdruck des
Supramentalen, da sie jede Autorität abschaffen. Sie
brauchen keinen Priester, keinen Therapeuten, keinen
Vermittler, keine Infos von außen mehr. In diesem
allumfassenden wissenden Feld können unbekannte oder
vergessene Opfer und Täter einander suchen, finden
und in Frieden kommen.
Ich entwickelte Übungen der Bewegung der
Seele, welche uns dem eigenen Wesensziel, seiner
Bestimmung, näher bringen, oder, Übungen zur
Bewegung des Geistes, für ein apersönliches oder
urpersönliches sich Annähern an das namenlose
Geheimnis.
Den transformierenden Umgang mit unbewussten
negativen Glaubenssätzen lernte ich bei Edda
Buresch durch ihre „Chunking-Methode“ kennen.
Ich fand dazu eine eigene Aufstellungsmethode.
Peter Bolen führte mich in die Technik und
Kunst der „Quantenheilung“ ein, welche
psychodynamische Prozesse präzise öffnen oder
abschließen kann, mittels einer von Schamanen
entliehenen Zweipunktmethode und ihrer
quantentheoretischen Deutung.
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